Unsere Welt ist geprägt von stetigem Wandel: Lebensmuster, Werteorientierungen und gesellschaftliche Strukturen verändern sich fortlaufend. Themen wie globaler Wandel und Nachhaltigkeit, Konflikte und deren Lösungen, die Gewährung von Grundwerten, soziale Ungleichheit und Partizipation sowie der Einfluss von Medien auf Kommunikation bestimmen zunehmend unsere Gegenwart. Für die Lebenswelt von Heranwachsenden stellen diese gesellschaftlichen Umbrüche eine permanente Herausforderung dar.
Die Zukunft unserer SchülerInnen hängt entscheidend davon ab, ob sie die Vielzahl an Optionen und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich durch diesen Wandel eröffnen, nicht nur kennen, sondern auch reflektiert einordnen können. Auf der Grundlage eigener Wert- und Handlungsorientierungen sollen sie befähigt werden, fundierte Entscheidungen für ihr eigenes Leben und für das Zusammenleben in der Gesellschaft zu treffen.
Hier setzt in der Sekundarstufe I das Unterrichtsfach Gesellschaftslehre an, bei uns an der Schule auch GEP (Geschichte – Erdkunde – Politik-Wirtschaft) genannt. Es hat den Auftrag, SchülerInnen darin zu stärken, die vielfältigen – oft medial vermittelten – Ansprüche unserer Zeit zu erkennen, kritisch zu hinterfragen, Prioritäten zu setzen und so ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Grundlage dafür ist der im Niedersächsischen Schulgesetz verankerte Bildungsauftrag, insbesondere das Ziel einer vorurteilsfreien Offenheit gegenüber Menschen und Phänomenen sowie die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Menschen. Diese Grundhaltungen bilden zentrale Handlungsmaximen im Unterricht der Gesellschaftslehre.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, vereint das Unterrichtsfach Gesellschaftslehre die Herangehensweisen und Inhalte der Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik-Wirtschaft in einem integrativen Lernmodell. In Zusammenwirken mit dem Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) bereitet GEP das Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern vor. Der multiperspektivisch angelegte Unterricht fördert kriteriengeleitetes Urteilen und unterstützt die SchülerInnen dabei, eine eigene begründete Meinung zu entwickeln, andere Sichtweisen nachzuvollziehen, Konflikte konstruktiv auszutragen und reflektierte Entscheidungen zu treffen.
So leistet das Fach Gesellschaftslehre einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere SchülerInnen zunehmend verantwortungsbewusst handeln – als urteilsfähige, entscheidungs- und interventionsfähige BürgerInnen in einer demokratischen Gesellschaft.
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