Lernentwicklungsberichte & Leistungsrückmeldung an der IGS Kreideberg

Wir verstehen Leistungsbewertung an der IGS Kreideberg als Baustein eines Entwicklungsprozesses, in welchem jede*r SchülerIn als lernende Persönlichkeit ernst genommen wird.

An der IGS Kreideberg verstehen wir Leistung als etwas Vielschichtiges.
Leistung zählt bei uns auf allen Ebenen – fachlich, sozial, kreativ und persönlich. Unser Leistungskonzept orientiert sich an den Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums und ist zugleich Ausdruck unseres pädagogischen Selbstverständnisses als integrierte Gesamtschule.

Grundlage unseres Unterrichts ist das schuleigene Curriculum, das die verbindlichen Kerncurricula des Landes Niedersachsen berücksichtigt und zugleich den Lernstandort Lüneburg sowie die Bedürfnisse unserer SchülerInnen aufgreift. Ziel ist es, alle SchülerInnen auf ihrem individuellen Weg zum bestmöglichen Bildungsabschluss zu begleiten und ihnen Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen.

Im Mittelpunkt unserer Leistungsrückmeldung steht der individuelle Lernfortschritt. Bis einschließlich Jahrgang 7 erfolgt die Leistungsbewertung an der IGS Kreideberg überwiegend in Form von Lernentwicklungsberichten (LEB). Diese fassen kompetenzorientierte Rückmeldungen zusammen und ersetzen in diesem Zeitraum das klassische Notenzeugnis. Die Rückmeldungen machen sichtbar, was SchülerInnen bereits können, woran sie arbeiten und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Die Lernentwicklungsberichte werden in regelmäßig stattfindenden Lernentwicklungsgesprächen (LEG) gemeinsam mit den SchülerInnen, ihren Eltern sowie den KlassenlehrerInnen besprochen und übergeben. Diese Gespräche verstehen wir als dialogischen Raum: Lernerfolge werden wertgeschätzt, Herausforderungen benannt und gemeinsam Ziele vereinbart. Leistungsrückmeldung dient bei uns nicht der Bewertung von Defiziten, sondern der gezielten Weiterentwicklung.

Zur Leistungsbewertung gehören an der IGS Kreideberg mündliche, schriftliche und fachspezifische Lernkontrollen, die sich konsequent an den jeweils angestrebten Kompetenzen orientieren. Ergänzend fließen alternative Formen der Leistungsdarstellung wie Portfolios, Präsentationen oder projektbezogene Arbeiten in die Bewertung ein. Auch das Arbeits- und Sozialverhalten wird transparent und nachvollziehbar rückgemeldet.

Besonders wichtig ist uns, dass Leistung nicht auf kognitive Ergebnisse reduziert wird. In Lernentwicklungsberichten und -gesprächen erfahren die SchülerInnen eine bewusste Wertschätzung ihrer sozialen Verantwortung, kreativen Ausdrucksfähigkeit und praktischen Kompetenzen. Mitbestimmung im Schulleben, projektorientiertes Arbeiten sowie außerschulische Lernorte und Kooperationen eröffnen vielfältige Bildungsräume, in denen diese Kompetenzen sichtbar werden.

Die Schulform der integrierten Gesamtschule bietet den Rahmen, unterschiedliche Lernwege, Fähigkeiten und Entwicklungstempi in den Blick zu nehmen. In heterogenen Lerngruppen erhalten alle SchülerInnen die gleiche Chance auf eine konstruktive, transparente und ermutigende Rückmeldung. Auf fachlicher Ebene unterstützen Kompetenzbögen (KomBos) nach Unterrichtseinheiten die Einschätzung des eigenen Lernstands und dokumentieren Lernfortschritte über das Halbjahr hinweg. Ergänzend fördern Logbücher die Selbstverantwortung und Reflexionsfähigkeit der SchülerInnen.

Ab Jahrgang 8 werden die Lernentwicklungsberichte durch Notenzeugnisse ersetzt. Auch hier bleiben Transparenz, Dialog und individuelle Förderung zentrale Bestandteile unserer Rückmeldekultur.

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