Wie nehmen wir eigentlich unsere Umwelt wahr? Dies ist eine der ersten Fragen, der wir uns im naturwissenschaftlichen Unterricht (Nawi) an der IGS Kreideberg stellen. Um diese Frage in all ihrer Komplexität zu beantworten, benötigen wir Erkenntnisse aus allen drei großen Naturwissenschaften: der Biologie (Wie wird der Reiz im Auge verarbeitet?), der Physik (Welche Reize gibt es überhaupt?) und der Chemie (Woraus ist unsere Umwelt überhaupt aufgebaut?). Aus diesem Grund verbinden wir die drei Disziplinen in einem Fach. So zeigen wir unseren SchülerInnen den Zusammenhang von unterschiedlichen Perspektiven der Wissenschaften.
Wir stellen uns die großen Fragen der Menschheit und treten in die Fußstapfen vieler bedeutender WissenschaftlerInnen. Die SchülerInnen entwickeln – genau wie die ForscherInnen – Hypothesen, planen Experimente und gewinnen neue Erkenntnisse. Hierzu arbeiten wir mit fachspezifischen Methoden aller Art (zum Beispiel dem Mikroskopieren) kooperativ in unseren Tischgruppen. Kooperation wird bei uns auch auf institutioneller Ebene großgeschrieben, da wir regelmäßig mit der Leuphana Universität zusammenarbeiten und außerschulische Lernorte nutzen.
In den Jahrgangsstufen 5–7 wird das Fach NaWi dreistündig unterrichtet und ab der 8. Klasse vierstündig. Mit Beginn der 9. Klasse wird der Klassenverband aufgelöst und die Lernenden werden in einem leistungsdifferenzierten Kurssystem unterrichtet. Hierfür gibt es den Grundkurs (G-Kurs) und den Erweiterungskurs (E-Kurs). Bereits ab der 5. Klasse werden die SchülerInnen ihrem Leistungsniveau angemessen differenziert.
Herzstück des Fachbereichs sind die engagierten Lehrkräfte. Mit hoher Fachkompetenz, dem Einsatz digitaler Medien, vielfältigen Unterrichtsmethoden, Erfahrungen im Umgang mit Experimenten und echter Begeisterung für die Naturwissenschaften schaffen sie eine Lernatmosphäre, die Neugier fördert, individuelle Stärken unterstützt und naturwissenschaftliche Kompetenzen nachhaltig stärkt. So wird Naturwissenschaft spannend, verständlich und nah an der Lebenswelt der SchülerInnen vermittelt.
Die Kooperation zwischen der Leuphana Universität Lüneburg und der IGS Kreideberg –
verfolgt das gemeinsame Ziel, die naturwissenschaftliche Grundbildung von SchülerInnen nachhaltig zu fördern. Sie erhalten einen authentischen Einblick in Studium und Forschung. Somit kann die Kooperation auch Orientierung für einen weiteren Bildungsweg schaffen.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit besuchen unsere SchülerInnen des 7. Jahrgang „Viel Krasser“ als Schule – die Labore der Lüneburger Universität, die SchülerInnen des 9. Jahrgangs die Lernwerkstatt L3 „Spannendes Experimentieren“ – und auch die Lehrkräfte profitieren von der Kooperation. Zusätzlich entstand im Rahmen des ZZL-Netzwerks im Entwicklungsteam, einem multiprofessionellen Teams aus Hochschulmitarbeitenden und Lehrkräften aus der Praxis, auch aus der IGS Kreideberg, ein Einstieg in die Behandlung chemischer Reaktionen. Das Material ist frei verfügbar.
Ein zentraler Baustein der Zusammenarbeit ist die L3 – Leuphana Lernwerkstatt Lüneburg „Mit einer einladenden Lernlandschaft und frei zugänglichen Materialien wird situatives Interesse geweckt und dazu angeregt, eigene naturwissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln. Im Sinne des forschenden Lernens planen, durchführen und reflektieren die Schüler*innen ihre eigenen Untersuchungen. Eine engmaschige Lernbegleitung unterstützt diesen Prozess, berücksichtigt individuelle Lernbedarfe und ermöglicht vielfältige Wege der Erkenntnisgewinnung.“
Ein zweiter Baustein der Kooperation ist der Besuch der Labore an der Universität Lüneburg. Hier erhalten die SchülerInnen authentische Einblicke in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen. Gleichzeitig nutzen Lehramtsstudierende diese Settings, um praktische Unterrichtsgestaltung sowie fachpraktisches Experimentieren mit Schülergruppen zu erproben. Dadurch werden sowohl fachliche als auch didaktische Kompetenzen weiterentwickelt und Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft.
Aktuelles
Brandschutzdemonstration am Kreideberg – Lernen mit echtem Feuer
Neue Materialien für den Chemie- und Biologieunterricht eingetroffen
Spannendes Experimentieren an der Leuphana Universität
















