Hinfahrt:
Die Reise begann früh: Um 4:30 Uhr ging es für uns, 30 Schüler*innen aus Jahrgang 8 und 9, an der IGS Kreideberg los. Noch etwas müde, aber voller Vorfreude stiegen wir in den Reisebus ein – Ziel: Hastings! Schon um 7:51 Uhr überquerten wir die Grenze zu den Niederlanden. Während draußen die Landschaft an uns vorbeizog, fuhren wir weiter Richtung Belgien, das wir um 10:57 Uhr erreichten. Dort legten wir unsere erste kleine Pause ein – eine willkommene Gelegenheit, sich etwas zu bewegen und neue Energie zu tanken. Natürlich braucht eine gute Reisegruppe auch einen passenden Namen. Also wurden fleißig Vorschläge gesammelt. Am Ende setzte sich „The first Kreistings“ durch – eine kreative Kombination aus Kreideberg und Hastings. Das „first“ steht dafür, dass wir die erste Gruppe unserer Schule sind, die eine Sprachreise nach England macht. Weiter ging es – und um 13:46 Uhr überquerten wir die Grenze nach Frankreich. Dort stand die Passkontrolle an, denn: Einfach so nach England reisen – das geht seit dem Brexit nicht mehr. Jeder von uns brauchte einen gültigen Reisepass und ein ETA, also eine elektronische Einreisegenehmigung. Gegen 16 Uhr gingen wir an Bord der Fähre. Die Stimmung war gespannt und ein bisschen aufgeregt – schließlich trennten uns nur noch wenige Stunden vom englischen Festland. Um 18:02 Uhr war es dann so weit: Wir setzten den ersten Fuß auf englischen Boden. Die Weiterfahrt nach Hastings dauerte noch etwa eine Stunde. Gegen 20 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel und wurden von unseren Gastfamilien in Empfang genommen – müde, aber gespannt auf das, was uns in den kommenden Tagen erwarten würde.
Tag 1: Hastings
Unser erster Tag in England in Hastings! Nach der langen, aber schönen Anreise sind wir alle am Sonntag bei unserer Gastfamilie angekommen. Und schon war es Montag. Der Tag begann für viele von uns bereits um 6 Uhr, damit wir uns entspannt frisch machen und anschließend um 7:30 Uhr mit der Gastfamilie frühstücken konnten. Danach ging es für uns zum Treffpunkt um 8 Uhr bei Lidl – oder wie die Engländer sagen: „Lidls“. Als alle 30 Kreistings Mitglieder am Treffpunkt versammelt waren, starteten wir mit dem Erkunden der Stadt. Wir haben uns besonders Zeit genommen, um den Ozean anzuschauen und Erinnerungsfotos zu machen. Um 10 Uhr begann dann unsere Stadtführung durch Hastings. Dabei wurden wir von einem Guide durch die Stadt geführt. Wir bekamen interessante Einblicke in die Kultur und Geschichte und konnten so einen umfassenden Überblick über Hastings gewinnen. Es war eine angenehme und heitere Stadtführung – und das, obwohl das Wetter nicht gerade grandios war. Anschließend hatten wir um 12 Uhr Zeit, uns Lunch zu besorgen. Um 14 Uhr folgte dann unsere Teatime, die wirklich eine einmalige und großartige Erfahrung war. Wir haben Tee getrunken, dessen Geschmacksrichtungen so individuell und gleichzeitig so lecker waren, dass man kaum widerstehen konnte. Die Menschen, die dort arbeiteten, sorgten mit Musik für eine fröhliche, mitreißende Atmosphäre. Es war einfach nur schön. Natürlich wurde dort Englisch gesprochen, und damit alle alles verstehen konnten, wurden Schülerinnen und Lehrerinnen gebeten, alles ins Deutsche zu übersetzen. Dabei blieb das Lachen nicht aus – denn die Frau, die dort arbeitete, sagte bei gefühlt jedem Satz Dinge wie „Uuuh“ oder „Hihi“, was die Übersetzer natürlich mitübersetzen mussten. Das war wirklich amüsant! Die Teatime endete um 15:30 Uhr, und danach durften alle die Stadt auf eigene Faust weiter erkunden und ihre Freizeit bis 18:30 Uhr genießen. Nach 18:30 Uhr ging es für alle zurück zur Gastfamilie. Um 19 Uhr gab es dann Abendessen mit der Hostfamily. So endete unser erster Tag in England, genauer gesagt: in Hastings.
Tag 2: Brighton
Unser Tag in Brighton war voller schöner Erlebnisse – und schon am Morgen ging es direkt aktiv los: Nach dem Treffen am vereinbarten Treffpunkt starteten wir in kleinen Gruppen zu einer Stadtrallye quer durch Brighton. Ausgestattet mit Aufgaben und Fragen liefen wir durch die Stadt, entdeckten spannende Orte und mussten dabei ganz schön aufmerksam sein. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns ein großer, grüner Park, in dem ein Schloss stand, das heute als Museum genutzt wird. Nach der Rallye hatten wir uns eine Pause mehr als verdient. Also: Lunch-Time! Alle suchten sich etwas Leckeres zu essen, und wir konnten ein bisschen verschnaufen – denn der nächste Programmpunkt hatte es in sich. Am Nachmittag ging es nämlich zum Lasertag! Dort konnten wir uns so richtig auspowern. In drei Teams liefen wir durch dunkle Gänge, trugen leuchtende Westen und versuchten viele Punkte zu holen – der Spaßfaktor war riesig. Zum Abschluss des Tages hatten wir noch etwas Freizeit: Manche bummelten durch die Straßen, andere entspannten am Strand oder besuchten den Pier. Brighton hatte dabei für alle etwas zu bieten. Als wir abends zurück zu unseren Gastfamilien fuhren, gab es im Bus ein kleines „Konzert“ – alle sangen mit, lachten und genossen den Moment. Es war der perfekte Ausklang für einen ereignisreichen Tag.
Tag 3: London
An unserem dritten Tag der Sprachreise nach England haben wir – die Kreistings – uns auf den Weg nach London gemacht. Unser Tag startete um 8:00 Uhr an unserem Treffpunkt. Von dort aus fuhren wir ungefähr zwei Stunden mit dem Bus nach London, um direkt mit einer Themsefahrt in den Tag zu starten und die Stadt kennenzulernen. Den Big Ben, die Tower Bridge und das London Eye zu sehen, war für alle ein Highlight. Nach der Rundfahrt liefen wir gemeinsam durch den St James´s Park in Richtung Buckingham Palace. Auf dem Weg dorthin mussten wir den englischen Straßenverkehr hautnah erleben – an Ampeln hält sich dort nämlich wirklich kaum jemand. Den Buckingham Palace konnten wir nur kurz sehen, da an dem Tag eine Gartenparty von König Charles III. stattgefunden hat und sie den Bereich um den Palast entsprechend abgesperrt haben. Wir konnten aber miterleben, wie die Gäste in schicker Kleidung zum Palast gingen. Nach einer kleinen Lunchpause machten wir uns auf den Weg zum Apollo Victoria Theatre, um uns das Musical „Wicked“ anzuschauen. Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn zurück zum Bus. Aufgrund der großen Menschenmengen musste sich unsere Gruppe kurzzeitig in zwei Teile aufteilen, was aber problemlos funktionierte. Im Bus angekommen gab es dann noch die Lunchpakete, die wir am Morgen von unseren Gastfamilien mitbekommen hatten. Der Abend verlief für alle ruhig in den Gastfamilien – mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck.
Tag 4: Canterbury
Auf dem Weg nach Dover machten wir am Donnerstag einen Zwischenstopp in Canterbury – eine Stadt, die vor allem für ihre beeindruckende Kathedrale bekannt ist. Nach unserer Ankunft starteten wir mit einer Stadtrallye in kleinen Gruppen. Dabei konnten wir Canterbury auf eigene Faust entdecken und gleichzeitig Aufgaben lösen, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führten. Besonders in Erinnerung bleiben wird sicher die Canterbury Cathedral mit ihrer beeindruckenden Architektur. Nach der Rallye hatten wir etwas Freizeit, um durch die Straßen zu schlendern, einen Snack zu essen oder einfach die Atmosphäre der Stadt zu genießen. Am Nachmittag kamen wir dann wieder als Gruppe zusammen und spielten gemeinsam Cricket. Für viele war das eine ganz neue Erfahrung, aber gerade deshalb hatten wir großen Spaß – auch wenn der Umgang mit dem Schläger anfangs etwas ungewohnt war und die Regeln kompliziert schienen. Zum Abschluss des Tages blieb uns noch einmal etwas freie Zeit, bevor wir unsere Fahrt in Richtung Dover fortsetzten.
Rückfahrt:
Die Rückreise führte uns auf demselben Weg zurück, begann jedoch später – wir fuhren über Nacht. Gegen 22:00 Uhr gingen wir an Bord der Fähre und erreichten Frankreich in den frühen Morgenstunden, irgendwann zwischen Mitternacht und 2:00 Uhr. Von dort aus ging es weiter mit dem Bus – quer durch Belgien und die Niederlande – zurück nach Deutschland. Gegen 11:00 Uhr kamen wir schließlich wieder an der IGS Kreideberg an. Müde, aber mit vielen Eindrücken und wertvollen Erfahrungen im Gepäck, verabschiedeten wir uns voneinander und machten uns auf den Heimweg.

