Fragen stellen. Perspektiven wechseln. Haltung entwickeln.
Der Ethikunterricht an der IGS Kreideberg eröffnet Räume, in denen SchülerInnen grundlegenden Fragen des Menschseins begegnen: Was ist gerecht? Was bedeutet Verantwortung? Wie wollen wir leben – mit anderen, mit uns selbst und mit unserer Umwelt? Entsprechend den Vorgaben des Kerncurriculums verstehen wir Ethik als ein Fach des Denkens, Fragens und Reflektierens, das Urteilsfähigkeit stärkt und Orientierung in einer komplexen Welt ermöglicht.
Im Zentrum unseres Unterrichts stehen philosophische, gesellschaftliche und lebensweltliche Fragestellungen. Die SchülerInnen lernen, eigene Positionen zu entwickeln, diese zu begründen und andere Sichtweisen ernsthaft in den Blick zu nehmen. Dabei arbeiten wir dialogisch, diskursorientiert und zunehmend selbstständig – immer mit dem Ziel, Denken und Handeln miteinander in Beziehung zu setzen. Perspektivwechsel sind dabei kein methodisches Beiwerk, sondern ein zentrales Lernprinzip.
In der Oberstufe gewinnt der Ethikunterricht eine vertiefende Dimension. Ethische Fragestellungen werden hier verstärkt mit ästhetischen Zugängen verbunden: Kunst, Film, Fotografie, Literatur und performative Formate dienen als Ausgangspunkt, um moralische Konflikte, Grenzerfahrungen und gesellschaftliche Spannungsfelder sichtbar und diskutierbar zu machen. Ästhetische Erfahrungen eröffnen dabei Zugänge, die über rein rationales Argumentieren hinausgehen und emotionale, sinnliche und reflexive Ebenen einbeziehen.
Ethikunterricht bedeutet für uns, Ambivalenzen auszuhalten, Widersprüche zu denken und Urteile nicht vorschnell zu fällen. In dieser Offenheit entsteht ein Lernraum, in dem SchülerInnen ihre eigene Haltung entwickeln können – kritisch, verantwortungsbewusst und dialogfähig. So verstehen wir Ethik an der IGS Kreideberg als einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Bildung und zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen.

